Real Life vs. Virtuelle Welten

Steht uns allen nicht das “richtige” Leben andauernd im Weg? Hindert uns nicht Müdigkeit, Hunger, der Toilettengang, Eltern und der Lebenspartner ständig daran das zu tun, was wir eigentlich machen wollen? Undzwar Spielen?

Sie: Ich will spielen! Er: Ich will Spazierengehen!

Folgendes Szenario: ihr vor der Konsole/PC/was-auch-immer, entscheidendes Online-Match, Spannung pur, nur noch wenige Punkte und der Sieg ist euer!  Und dann hört man es. Das, was man in diesem Moment auf gar keinen Fall hören möchte: “Beweg’ deinen faulen A*SCH vom Sofa hoch und häng die Wäsche auf!”

Frustration ist vorprogra– Moment! Welch Ironie des Schicksals! Genau in diesem Moment ruft Mutter zum Abendessen…

Wäre es nicht die leckerste Pizza auf Erden gewesen, hätte ich wahrscheinlich wie immer, wenn ich beschäftigt bin, geschrieen: “Nicht jetzt! Ich rette gerade die Welt vor dem Bösen!”

Achja, wo war ich? Genau. Frustration ist vorprogrammiert.

Früher als Single war das Leben um einiges einfacher: Man steht morgens um 13 Uhr auf (ich gehe von einem Nicht-Arbeitstag aus), schiebt ne Pizza in den Ofen, schmeißt die Playstation an, knallt sich während des Zockens mit Pizza und Cola voll, geht zwischendurch mal auf Klo und Duschen, lässt die Zahnbürste über die Beißer gleiten und BAM! ist es schon 3 Uhr morgens und man gönnt sich seine verdienten 10 Stunden Schlaf, um am nächsten Tag dieselbe Prozedur zu vollziehen.

Aber jetzt, da ich einen Partner habe ist mein Gameralltag völlig aus seinen Fugen geraten! Ich stehe 10 Uhr auf, bereite das Frühstück vor, dann der Abwasch. Zwischendurch ruft die Gartenarbeit, Hausarbeit usw. Da ist es schon wieder 13 Uhr. Dann will der Freund auch noch seine 15 Minuten Aufmerksamkeit und ZACK! ist es schon 18 Uhr und Zeit für’s Abendessen. Um 22 Uhr wird dann meistens noch ein Film geguckt und um Mitternacht bin ich schon in der Tiefschlafphase.

Kann sich jemand vorstellen, wie oft ich in diesen Stunden ans Zocken denke? Wahrscheinlich mehrmals in einer Minute. Nichts gegen meinen Freund, ich hab ihn wirklich gern und er ist auch echt klasse. Nur: er ist total kein Gamer. Er respektiert, dass ich gerne Spiele, aber das war es dann auch. Ich musste ihn förmlich zwingen eine Runde Little Big Planet oder Lego Batman (FU! Es ist Batman!) mit mir zu spielen.

Vielleicht haben andere Extreme-Gamer wie ich deswegen keinen Freund/Freundin. Sie rauben einem einfach die Zeit für die wichtigen Dinge im Leben!

(Anm. d. Autorin: nicht alles in diesem Artikel entspricht der Wahrheit. Watch out for irony!)

~ von AIgames am 19. Oktober 2011.

Eine Antwort to “Real Life vs. Virtuelle Welten”

  1. Zu einem muss man mal FU sagen: entweder zum realen oder zum virtuellen Leben. Meistens entscheidet man sich für das reale und somit gegen das virtuelle Leben. Verständlich, denn das eine bedingt das andere.

    Doch wenn man das gezielte FU ab und an, ohne merkliche Häufung für andere, also vielleicht sogar gegen das reale Leben anwendet, dann wird auch das Suchtverhalten nach Computerspielinhalten gestillt.

    Ich empfehle zur Anwendung dieser Methode die Nutzung eines normalen sechsseitigen Würfels. Immer wenn einen der Drang zum Spielen überkommt nimmt macht man einen Wurf. Bei Werten von 1 bis 5 hat das reale Leben gewonnen und man widmet sich selbigen. Bei einer Sechs ist jedoch Rambazamba angesagt, da wird ohne Rücksicht auf Verluste die Playsi angeschmissen, schnell noch Pizza eingeworfen und mit Cola runtergewürgt. Die Welt kann einen dann mal, denn man zockt. Achtung, diese Methode ist nicht geeignet für Menschen, die viel Wert auf Selbstbestimmung legen oder die gerade an wichtigen Lebensabschnitten stehen (Abitur, Magisterarbeit, Eheschließung, Herz OP).

    Erfahrungsberichte, die aufgrund der Anwendung dieser Methode entstanden sind bitte an mich senden.

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